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einmachgläser

einmachgläser oder andere etwas grössere gläser eignen sich bedingt zur verwendung als mini-mini-zimmergewächshaus. bei mir kommen sie z. b. für die anzucht von kakteen und anderen sukkulenten zum einsatz. denn bei diesen pflanzen handelt es sich sehr oft um lichtkeimer, die samen müssen also auf das substrat gelegt werden und benötigen eine entsprechende luftfeuchtigkeit.

einmachglas

es lassen sich aber auch andere pflanzen mit hilfe von einmachgläsern anziehen.

damit die erde nicht schimmelt, muss mindestens einmal pro tag gelüftet werden. da sich in so einem kleinen glas sehr schnell die hitze anstauen kann, sollte es nicht der direkten sonne ausgesetzt sein.

einmachglas-peperomia
einmachglas mit blattstecklingen von peperomia caperata.

man kann darin übrigens auch wasserpflanzen oder andere kleinbleibende pflanzen kultivieren.

keimbeutel

keimbeutel sind eine platzsparende alternative zur anzucht von samen. meist werden dafür kleine transparente plastiktütchen mit druckverschluss verwendet. es eignen sich aber auch handelsübliche gefrierbeutel. im fachhandel sind komplettsets zu erhalten.

ich verwende sie in der regel für grosse samen, wie z. b. abelmoschus, erdnuss oder plumeria. sie eignen sich aber auch zur anzucht von sog. langkeimern.

keimbeutel mit perlite

bei perlite handelt es sich um unter grosser hitze aufgeblasenes vulkangestein, das dank seiner porösen eigenschaften wasser speichern kann. davon gibt es verschiedene sorten, die sich aber nicht alle für die anzucht von pflanzen eignen. denn sie können z. b. mit silikon behandelt sein.

der keimbeutel wird zu ca. 2/3 mit dem perlite befüllt. anschliessend gibt man wasser dazu und wartet einige sekunden, bis sich die steinchen damit vollgesogen haben. nun wird das restliche wasser abgeschüttet.

jetzt kommen die samen in den keimbeutel. sie werden auf das substrat gelegt und der beutel anschliessend verschlossen. dann kann man ihn z. b. auf der heizung platzieren. das ist natürlich abhängig von der jeweiligen pflanzenart.

um der schimmelbildung vorzubeugen, wird alle zwei bis drei tage gelüftet.

haben die samen gekeimt, dann kann man sie in töpfe pflanzen.

torf-anzuchttöpfe

torf-anzuchttöpfe sind in verschiedenen grössen, formen (rund, rechteckig), einzeln oder zusammenhängend zu erhalten. wie am namen unschwer zu erkennen ist, bestehen sie aus gepresstem torf.

ich verwende sie, wenn ich pflanzen anziehe, die später in den garten kommen. diese kann man dann nämlich samt den anzuchttöpfen einpflanzen.

die torf-anzuchttöpfe werden mit erde befüllt, anschliessend kann man die samen oder stecklinge darin platzieren. da sie, je nach hersteller, mit dünger versetzt sein können, sollte man sie für pflanzen, die empfindlich darauf reagieren, nicht einsetzen.

aquarium zur jungpflanzenaufzucht

zur aufzucht von jungpflanzen eignet sich ein altes aquarium hervorragend. aufgrund der beleuchtung ist die temperatur innerhalb des aquariums um ca. vier grad höher als im zimmer. die hinteren lüftungsschlitze habe ich abgeklebt, dafür wird zweimal täglich gelüftet. beleuchtet wird von 7.00 bis 20.00 uhr, dank zeitschaltuhr.

ideal ist das aquarium ganz besonders zur aufzucht von pflanzen, die eine hohe luftfeuchtigkeit lieben. zusätzlich gesprüht wird alle zwei bis drei tage. damit die töpfe nicht im wasser stehen, habe ich den boden mit einer kiesschicht bedeckt.

zimmergewächshaus selbst basteln

es müssen nicht immer anzuchthilfen aus dem fachhandel sein, ein zimmergewächshaus kann man nämlich auch sehr einfach aus alltagsgegenständen basteln. sehr gute anzuchterfolge habe ich u. a. mit dem aschenbecher-zimmergewächshaus erzielt.

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beim aschenbecher-zimmergewächshaus erfolgt die luftzufuhr durch die zigarettenschlitze. für dunkelkeimer kann man schwarze aschenbecher verwenden.

was ich auch immer wieder gerne verwende, sind die verpackungen von tomaten, trauben und co. hier erfolgt die belüftung durch die löcher im deckel.

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wichtig bei allen zimmergewächshäusern ist die ausreichende frischluftzufuhr, denn sonst kann das pflanzsubstrat schimmel ansetzen.

da diese anzuchthilfen keinen wasserabfluss haben, ist beim giessen natürlich die entsprechende sorgfalt angesagt, damit die samen oder sämlinge nicht ertrinken.

zimmergewächshaus beheizt

möchte man exotische pflanzen vermehren, dann kann sich die anschaffung eines beiheizbaren zimmergewächshaus durchaus lohnen.

so benötigen z. b. die samen einiger palmenarten temperaturen ab 25 grad, um zu keimen. für die stecklingsvermehrung von tropischen pflanzen ist oft eine hohe luftfeuchtigkeit notwendig. diese bedingungen lassen sich ohne technische hilfsmittel auf der heimischen fensterbank nur schwer nachbilden.

beheizte zimmergewächshäuser sind in verschiedenen ausführungen zu haben, auch für den kleinen geldbeutel. komplettsets, bestehend aus einem minigewächshaus und einer heizmatte, erhält man schon ab 30 €.

zimmergewächshaus mit heizmatte

das oben abgebildete minitreibhaus steht auf einer 17 watt-heizmatte, sodass bei einer zimmertemperatur von 20 grad im gewächshaus 28 bis 30 grad erzeugt werden. der vorteil bei diesem modell ist, man muss es nicht vollständig auf der heizmatte platzieren, falls einmal pflänzchen dabei sind, die es nicht ganz so warm mögen. diese kommen dann in den nicht beheizten bereich.

sind unterschiedliche tages- und nachttemperaturen erwünscht, dann kann man eine zeitschaltuhr einsetzen.

zimmergewächshaus mit heizkabel

dieses modell (60 x 40 x 25 cm) ist ist ab ca. 120 € zu erhalten. das heizkabel ist in einer isolierenden styroporschale untergebracht. im lieferumfang enthalten ist ein thermotimer. damit lässt sich die temperatur im gewächshaus in verschiedenen zeitintervallen steuern. diesen kann man individuelle temperatur ober-/untergrenzen zuweisen.

wenn man nur gelegentlich mal ein paar pflänzchen vermehrt, dann lohnen sich solche anschaffungen natürlich nicht. in diesem fall kann man auf ein zimmergewächshaus marke eigenbau zurückgreifen und es z. b. auf der heizung platzieren.

torfquelltöpfe

torfquelltöpfe eignen sich zur aufzucht von stecklingen und samen. es handelt sich hierbei um torf, der in ein dünnes plastiknetz gepresst ist. haben die sämlinge oder stecklinge wurzeln gebildet, kann man sie mit samt dem torfquelltopf auspflanzen, da die wurzeln das plastiknetz durchdringen können.

anwendung

man gibt die torfquelltöpfe in wasser bis sie sich komplett damit vollgesogen haben. anschliessend sollte man sie kurz ausdrücken und kann sie nun mit den samen oder stecklingen “befüllen”. aufgrund seiner guten wasserspeichernden eigenschaften ist torf hervorragend für die jungpflanzenanzucht geeignet.

torfquelltoepfe.jpg

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